Dresdner Hütte: Schnee, Ski und Eis auf dem Gletscher

Gletschergrotte und Pistenbulli, Skirennen und Schneeschuh-Test – schon erstaunlich, welche Abenteuer fünf Tage Urlaub auf der Dresdner Hütte so alles hergeben. Die große Alpenvereinshütte, auf 2300 Metern, wenige Meter von der Mittelstation der Bergbahn zum Stubaier Gletscher gelegen, hat uns schon im Vorjahr begeistert. Sie ist familienfreundlich („Mit Kindern auf Hütten“), komfortabel (Zwei- und Vierbettzimmer mit Warmwasser in jedem Zimmer, mehrere große, gemütliche Gaststuben, (und das allabendliche Salatbuffet ist vom Feinsten), hat (kinder)freundliches Personal und ist wunderschön gelegen.

Die Dresdner Hütte: Sonnenterrasse vorm Gletscher

Die Dresdner Hütte: Sonnenterrasse vorm Gletscher

Wenn unten das Stubaital noch in der Kälte schläft, wärmt die Sonne schon die große Terrasse – zumindest im März, wenn die Tage schon etwas länger werden, und natürlich zu Ostern, wenn es noch einmal richtig viele Skiurlauber auf den Gletscher zieht. Mildere Temperaturen als im Hochwinter machen dann auch das Skifahren auf dem Gletscher auf 2500 bis 3000 Metern Höhe angenehm. Und während unten die Skifahrer an der Talstation der Gondel ihr Auto auf einem der riesigen Parkplätze parken mussten und dann Schlange standen, saßen wir noch beim Frühstück und waren trotzdem pünktlich beim Skikurs.  Gibt es von Kindern ein schöneres Kompliment für einen Urlaub, als wenn sie vor der Abreise sagen: „Ich mag aber noch nicht nach Hause!“ Zur Dresdner Hütte kommen unsere Kids auf jeden Fall gerne wieder.

Sachsensausen auf dem Gletscher

Sachsensausen auf dem Gletscher

Skispaß für Kinder im BIG Family Camp

Das ist nicht schwer zu verstehen. Während die Große in ihrem Skikurs endlich die lang begehrten Skistöcke in die Hand gedrückt bekam, lernte der Kleine in seinem Kurs das Bremsen mit Ski. Beide waren schwer begeistert von ihren Skilehrern, die auch letztes Jahr schon einen sympathischen und professionellen Eindruck hinterlassen hatten. Das BIG Family Camp ist für Skianfänger ein schönes Übungsgelände. Auch Kinder, die nicht im Skikurs bleiben möchten, können mit den Eltern einen der vier Zauberteppiche benutzen. Und die Pisten sind herrlich breit, es gibt viele blaue für die Anfänger und lustige Wellen- und Kurvenparcours für noch mehr Spaß.

Stubaier_Gletscher

Skifahren lernen auf 2600 m

 

Skischule Neustift Stubaier Gletscher

Duett mit Skilehrer

Aber nicht nur das Skifahren auf den breiten Pisten hat den Kids Spaß gemacht: Erstmals haben wir die beiden auf Schneeschuhe gestellt und im Umfeld der Hütte ausprobiert, ob es ihnen taugt. Mein Fazit: Mit drei Jahren macht es noch keinen Sinn, aber die Fünfjährige fand es super, „über den Schnee zu schweben“, während ich ohne Schneeschuhe immer fast bis zu den Knien einsackte. Zum Test der Schneeschuhe von TUBBS und Louis Garneau lest Ihr im Blog später mehr. 

Schneeschuhtest bei der Hütte

Schneeschuhtest bei der Hütte

Kinder-Schneeschuhtest

Mit Schneeschuhen über den Schnee schweben

Neue Gletschergrotte

Auch cool: Wenn die Kids mal keine Lust auf Skifahren haben – oder die Eltern – dann lege ich jedem nahe, einmal tief in den Gletscher hineinzuschauen, und zwar auf einem Spaziergang durch die neue Gletschergrotte fünf Meter tief unter der Piste. Nahe der Bergstation Eisgrat tauchten wir ab in die Stille des „ewigen“ Eises, während über uns die Skifahrer über die Pisten sausten. Der sympathische „Grotten-Wächter“ Daniel erklärte uns den Unterschied zwischen Sommer- und Winter-Eisschichten und warum das Gletschereis scheinbar blau leuchtet – mit rotem und blauem Licht.

Gletschergrotte Stubai

Gletscher fühlen in der Grotte

Gletschergrotte Stubai

Hier geht’s lang!

Wir durften die Gletschermilch einmal durchrühren und durch einen schmalen Gang auf Maskottchensuche gehen. Was wir in der Stunde alles Wissenswertes erfahren haben, kann ich gar nicht alles hier beschreiben. Aber für die Kids stand eigentlich auch das sinnliche Erlebnis im Vordergrund: die Eiswand anfassen und Handabdrücke hinterlassen, die leuchtenden Farben bestaunen und die Stille erleben. Sehr cool!

 

Gletschergrotte Stubai

Tief unter der Piste: Eingang zur Gletschergrotte

Aber noch cooler war der spotane Ritt auf dem Pistenbulli, den uns die beste Frau der Dresdner Hütte organisierte (Danke Ilona!). Neugierig hatten wir Abend für Abend beobachtet, wie die riesige Pistenbulli-Kolonne vor der Hütte parkte. Die Fahrer stärken sich nämlich dort, bevor sie die Pisten hinauffahren und bis Mitternacht ihre Runden drehen. Und am vorletzten Abend hieß es plötzlich: Anziehen! Vor der Tür wartete ein Pistenbulli, neben dem die Kids noch kleiner aussahen. Wir drehten eine Runde um die Hütte, die Kinder waren schwer begeistert und die Gäste am Nachbartisch ein bisschen neidisch. Auch wenn das eine Ausnahme war – wir kommen wieder.

 

Pistenbulli fahren

Darf ich da mal mitfahren?

Hinweis für die Anreise: Mit zwei Kindern, Ski und Skischuhen für alle und dem Gepäck für mehrere Tage wird der Transport zur Hütte mit der Gondel etwas kompliziert. Tipp: Zwei große Trekking-Rucksäcke, statt vieler kleiner mitnehmen. Aber wer dem Bergbahn-Personal bei Ankunft Bescheid gibt, dem wird geholfen.

1 Comment

  1. Oh was für schöne Bilder! Ich war vor zwei Jahren zum Skifahren auch auf dem Stubaier Gletscher. Habe mir leider am ersten Tag das Schlüsselbein gebrochen :(
    Aber habe das Skifahren dann bei uns zu Hause etwas nachholen können. In der Rhön liegt auch immer viel Schnee :)

    Gruß Carola

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